Could there be too much kinky?!

Um es gleich vorweg zu nehmen: Nein, ich denke „zu viel“ kinky gibt es nicht. Aber ich stelle gerade mal wieder fest, dass smeine work-life-kinky-balance ein wenig aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Aktuell habe ich so viele Baustellen. Baustellen nicht nur im negativen Sinne. Ich meine damit, dass ich eine ganze Menge verschiedener Aspekte in meinem Leben habe, denen ich gerecht werden möchte und jetzt im Moment bekomme ich das Gefühl, ich habe nicht immer ausreichend Kraft dafür. Sobald eine Kleinigkeit schief läuft oder sagen wir mal nicht optimal, komme ich ins Wanken. Ich grüble ewig nach einer Lösung und verzweifele daran, wenn diese nicht oder zumindest im Moment nicht greifbar ist. Dann fühle ich mich klein, allein, schwach… Und diese Schwäche überträgt sich gerade 1:1 auf mein Immunsystem.

Erst vor anderthalb Wochen war ich leicht am kränkeln. Dann habe ich mich wieder gefangen und seit ein paar Tagen kratzt es wieder im Hals, aber mindestens doppelt so schlimm, wie beim letzten Mal. Ich bin genervt und vollkommen entmutigt. Ich habe sprichwörtlich die Nase voll.
Und natürlich habe ich mir die Party am Wochenende trotz der deutlichen Vorzeichen nicht entgehen lassen. Wobei ich wirklich sehr lange hin und her überlegt habe. Letztendlich bin ich doch hin gegangen und es hat sich definitiv gelohnt.

Es war mal eine andere Art von Privatparty bei Mr. XXX (der, der so heißt, wie mein Ex-Mann), der sowohl körperlich als auch beruflich (dazu später mehr) ein Auge auf mich geworfen zu haben scheint. Die Party war echt gut. Es gab Sushi und Cremant und ich fühlte mich zum ersten Mal richtig selbstbestimmt und unabhängig, da ich nicht als +1 unterwegs war und auch selbst keinen Anhang hatte. Es wurde insgesamt weniger gespielt als auf den Partys, die ich bisher kannte. Es ging im Grunde rein um den Sex. Es waren viele Paare anwensend, die aber alle vollkommen offen waren. Einige Gesichter kannte ich bereits, einige waren neu und ich genoss die Stimmung und die Gespräche.Wie immer war es sehr interessant, wie die offenen Beziehungen ausgelebt werden. Und es kam, wie es früher oder später kommen musste: ein Gesicht war sozusagen unfreiwillig bekannt. Es handelte sich um einen (recht gut aussehenden) Typen, der in meiner Bürogemeinschaft arbeitet. Wir hatten uns schon ein paar Mal in der Küche getroffen. Zunächst konnte ich ihn nicht zuordnen, bis er auf mich zukam und mich ansprach. Ich fand die Begegnung ziemlich lustig, wir quatschten kurz über die aktuelle Bürosituation und verabredeten uns lose zum Kaffee für die nächsten Tage. Wie es wird, wenn ich ihm das erste Mal wieder angezogen über den Weg laufe…?! Mal schauen…
Ich war im weiteren Verlauf des Abends tatsächlich etwas befangen. Er sah mich spielen, ich sah ihn beim Sex. Gekreuzt haben sich unsere Wege in dem Sinne nicht. Aber ich hatte Gedanken…viele schmutzige… die sich auf der Heimfahrt im Taxi zu einem kleinen Kopf-Porno entwickelten. Ich meine….er ist allein in seinem Büro, ich bin auch oft allein…

Ansonsten war ich an dem Abend insgesamt etwas zurückhaltend, vor allem um mich selbst etwas zu schonen. XXX hat mir ganz schön den Hintern versohlt und wir machten auch ein, zwei Mal miteinander rum. Den richtigen Kick hatte ich irgendwie nicht. Das lag aber sicher auch an meinem angeschlagenen Zustand. Wie immer hatte ich aber auch einfach meinen Spaß, die anderen beim Spaß zu beobachten. Ich muss sagen, diese Gang Bang Sachen sind mir immer noch nicht so ganz geheuer. Ich neige sogar manchmal dazu, mich mit den anderen Mädels zu vergleichen, die fast alle schlanker und besser gebaut sind als ich. Aber mal sehen. Ich denke, das schaue ich mir noch einmal an, wenn ich richtig fit bin.
Natürlich habe ich an dem Abend viel zu viel vom leckeren Cremant getrunken, was sich auf meinen Gesundheitszustand nicht gerade positiv auswirkte.

Einen Tag später sitze ich nun schniefend auf meiner Couch und bin wieder am Grübeln. Krank sein nervt. Vor allem, weil man dann nicht alles so machen kann, wie man gerne würde. Und solange man nicht wieder 100 % fit ist, beibt es ein Teufelskreis. Und die beruflichen Sorgen werden leider nicht weniger. Anfang letzter Woche war alles noch so rosig und gegen Mitte der Woche schien der tolle Plan langsam Risse zu bekommen, weil wieder irgendwelche geldgeilen Säcke ihren Ego-Trip fahren müssen. Vermutlich ist auch das ein Grund für meine allgemeine Befangenheit. Aber nicht mit mir ihr Schweine! Ich muss endlich anfangen, mein Potential voll auszuschöpfen. Ich sollte etwas von meinem sexuellen Selbstbewusstsein nehmen und es in Energie für mein Joblife umwandeln, denn dieser Bereich in meinem Leben braucht gerade viel Energie um überleben zu können. Ich muss überleben in diesem verdammten Haifischbecken. Ein bisschen mehr Arschloch-Gen werde ich mir von denen jawohl abschneiden können. Wenn ich eine Sache gelernt habe und die gilt nicht nur für den Job, sondern für das ganze Leben: Jeder bringt zuerst seinen eigenen Arsch an die Wand. Und ich glaube, ich werde es zukünftig nicht anders machen.
Die einzige Aunahme hierbei sind Familie und wirklich gute Freunde.
Denn irgendwann habe ich es auch mal satt, dass jeder denkt, mich herumschubsen zu können.

Das alles schreibt sich immer so einfach herunter und es tut wirklich gut, mal Dampf abzulassen. Ich werde mir jetzt mal selbst einen Arschtritt geben. Ich habe niemanden mehr, der auf mich aufpasst und mir jeden Schritt vor kaut. Ich selbst treffe die Entscheidungen und das können auch mal schlechte sein. Aber die sind immer noch besser als Kopf einziehen und abwarten und vor lauter Unsicherheit in Schockstarre verfallen.
Go Elli! Zeigs der Welt. Und auch eine Sache, die mir immer wieder gesagt wird, möchte ich vertrauen: Es wird irgendwann alles gut.

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