Konsum-Fasten Vol. II

Ich gestehe, letzte Woche bin ich schwach geworden. Ich habe zwei Dinge gekauft. Ich werde euch aber auch erklären, wieso ich das okay finde.

  1. Kaffeemühle

Seit ungefähr zwei Jahren habe ich in meinem Haushalt eine Filter-Kaffeemaschine, die ich aus meinem alten Büro geerbt habe. Für den optimalen Kaffeegenuss haben wir da die Bohnen aber immer frisch gemahlen. Der Unterschied ist schon heftig gut. Daher habe ich die passende elektrische und echt hochwertige Kaffeemühle gleich mit dazu bekommen. Schon seit einer Weile macht das gute Ding aber nicht mehr so recht, was es soll. Das Mahlwerk muss dringen überholt werden und auch der Bohnenbehälter geht langsam aus dem Leim. Nun habe ich lange hin und her überlegt, was ich tun soll. Die Reparaturkosten bei der hochwertigen Maschine wären nicht ohne. Zudem nimmt das gute Teil in meiner Küche doch ordentlich Platz weg. Insofern habe ich geschaut, was ich mir ersatzweise zulegen könnte und bin auch fündig geworden. Und ja, ich habe mir wirklich zwei Tage Zeit gelassen, diese Entscheidung zu treffen. Ich habe Preise verglichen und Rezensionen gelesen und dann schließlich ein mittelpreisiges Gerät gekauft, welches neben Kaffee auch Nüsse und Samen mahlen kann und hoffentlich einige Jahre in meinem Haushalt überlebt. Zudem ist es optisch sehr ansprechend, wesentlich kleiner und leiser als die alte Kaffeemühle. Und die alte steht jetzt auch bei Kleinanzeigen zum Verkauf. Denn vielleicht findet sich ja jemand auf der Suche nach einem hochwertigen Gadget, was nur etwas Liebe und Zuneigung braucht, vielleicht sogar ein Fachmann, wer weiß. Interesse, anyone?

2. CBD-Vaper

Jetzt fragt sich hier der ein oder andere sicher, was das denn ist. Das ist ein Verdampfer für CBD-Liquids, alles komplett natürlich, legal und unbedenklich. Hintergrund: ich rauche abends immer noch mal die ein oder andere Zigarette, im Wohnzimmer, unabhängig davon, ob ich Alkohol trinke oder nicht. So langsam geht mir erstens der Geruch auf den Zeiger und zweitens das Rauchen an sich. Um besser entspannen zu können, rauche ich auch gern mal einen CBD-Joint. Also reine CBD Blüten, ohne THC-Gehalt, vollkommen legal erhältlich, online oder in jedem gut sortierten Späti. Und so kam mir der Gedanke an den Vaper. Dieser verdampft CBD-Liquid ganz ohne Qualm und Tabak, schädigt die Lunge nicht, stinkt nicht und macht keinen Dreck. Aber ich habe damit trotzdem die entspannende Wirkung. Ich habe mich da wirklich lange belesen und viel Erfahrungsberichte entdeckt, von Rauchern, die es sich damit gut abgewöhnen konnten. Alle diese Vorteile machen für mich komplett Sinn. Zumal ich wirklich merke, dass das Rauchen meiner Kondition und Lunge auf Dauer nicht guttut. Überraschuung!
Und tatsächlich wurde ich von dem Gerät nicht enttäuscht. Der Geschmack ist sehr angenehm mild, ähnlich wie beim Wasser-Pfeiffe-rauchen. Es brennt nichts und es stinkt nichts. Und ich habe die von mir gewünschte entspannende Wirkung, ohne high zu werden. Also in jeglicher Hinsicht ein absoluter Pluspunkt.

Nun stellt sich natürlich abschließend die Frage, wieso ich damit nicht bis zum Fastenzeit-Ende warten konnte? Auch darauf habe ich natürlich eine Antwort. Ich habe überlegt, ob es sinnvoll wäre, bis dahin gemahlenen Kaffee zu kaufen. Das wiederum hat folgende Nachteilen: 1. mehr Verpackung, mehr Müll, 2. höhere Kosten, da ich die Kaffeebohnen, die ich aktuell benutze und auf Vorrat gekauft habe, sogar vom Rettermarkt SIRPLUS erstanden habe. Also nachhaltiger geht es kaum. Daher die Entscheidung, nicht zwischenzeitlich umzusteigen. Und das Geld für die Kaffeemühle hätte ich ja am Ende trotzdem ausgegeben. Ähnlich verhält es sich mit dem Rauchen. Meine CBD Blüten neigten sich so langsam dem Ende zu. Ich hätte also neue bestellen können, damit Versand und Verpackung in Kauf genommen. Zusätzlich machen Papers und vor allem die Filter auch eine ganze Menge Müll. Der Vaper ist im Verbrauch fast müllfrei. Das Liquid kommt in einem Fläschchen und hält einige Wochen und sonst braucht man außer ab und zu ein klein wenig Strom nichts.

Insofern denke ich, habe ich an dieser Stelle sehr bewusst konsumiert. Zumindest macht das für mich Sinn. Und darum soll es ja bei meinem Fasten-Experiment gehen.

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