Vorsätze 2022

Ja, hier kommt er wieder, der Beitrag zum Thema Vorsätze, die ich dann bis Februar sowieso wieder alle relativiert habe. Da ich aber Ende 2021 mental und auch körperlich so erschöpft und am Ende war, dass ich mich so eklig und vergiftet gefühlt habe und wirklich depressiv wurde, dass ich sogar Silvester freiwillig habe ausfallen lassen, will ich jetzt in einigen Punkten mal radikal etwas ändern und mich vielleicht auch zur ein oder anderen Sache diesmal zwingen. Weil es einfach zwingend notwendig ist.

Erster und leider nach wie vor wichtigster Punkt ist das Thema Alkohol. Ich muss ehrlich sagen, in den letzten drei bis vier Monaten habe ich mir schon gar keine Mühe mehr gegeben, mich da irgendwie einzuschränken. Es war eben leichter, sich so mit manchen Dingen nicht beschäftigen zu müssen und komatös einzuschlafen. Und dementsprechend geht bzw. ging es mir dann mittlerweile auch. Total antriebslos und depressiv, selbsthassend und schlechtlaunig. Ich möchte gern meine Einstellung zum Alkohol grundlegend ändern. Also mache ich mindestens einen trockenen Januar und habe damit direkt am 01.01.2022 begonnen. Sinn und Zweck der Sache ist es, in dem Monat auch all die Dinge zu tun, die ich auch mit Alkohol getan hätte, also Partys (soweit mögich) Dates usw… Ich bin mir sicher, ich werde ebenso so viel Spaß haben. Vielleicht sogar noch mehr als sonst. I´ll keep you updated.

Daraus resultierend gehe ich davon aus, dass sich auch meine sportliche Fitness noch mehr steigern wird. Ich bin zwar schon ganz gut in Form, aber ich denke, ohne Alkohol könnte ich meinen Körper noch weiter formen. Da spricht der Ehrgeiz aus mir. Ich will einfach mal sehen, was so möglich ist. Sixpack, vielleicht?!

Da ich ja ohnehin noch ganz old school auf Papier meinen Wochenplan schreibe, möchte ich neben Sport und Terminen dort nun auch jeden Tag eine Sache eintragen, die ich nur mir selbst widme. Das können Sachen sein, wie ein Räucherstäbchen anzünden, meditieren, bewusst ein Stück Schokolade essen, ein Buch oder einen Artikel lesen, malen usw. Das Wichtige dabei: Ich will es ganz bewusst nur für mich selbst machen und dann auch genau in dem Moment sein.

Als ich zwischen den Jahren einen Tag im Spa verbracht habe, habe ich das Buch „Das Café am Ende der Welt“ gelesen, welches meine Cousine mir zu Weihnachten geschenkt hat. Ich muss sagen, ich war sehr begeistert von der Geschichte. Es geht darum, den Zweck seiner Existenz zu kennen und so zu leben, dass man nur noch die Dinge zu tut, die dem Zweck der Existenz dienen. Beim Lesen habe ich festgestellt, dass ich das in vielen Punkten schon tue und wieder einmal gemerkt, wie gut es mir doch eigentlich geht und was ich bisher alles erreicht habe. Es gibt noch ein paar Punkte, wo bei mir definitiv noch Luft nach oben ist. Daher werde ich versuchen, mir diese Dinge immer wieder bewusst zu machen. Das Buch möchte ich hier ausdrücklich empfehlen. Ich denke, ich werde in einem separaten Beitrag noch einmal genauer darauf eingehen.

Auf meinem wöchentlichen Plan steht jetzt auch einmal die Woche für mich kochen. Ich habe das echt seit Monaten nicht mehr getan und möchte damit mein Gefühl fürs Essen wieder zurückbekommen. Essen war für mich in den letzten Monaten eher Notwendigkeit als Genuss. Das möchte ich gern wieder ändern. Dazu werd ich mir jede Woche ein Gericht aussuchen und dafür dann frisch einkaufen gehen.

Ein weiterer Vorsatz hat ebenfalls mit dem Saunabesuch zu tun. Ich war zwischen den Jahren mit meinen Kinky-Freunden in einer tollen Sauna-Oase. Da blieb echt kein Wunsch offen und ich freute mich auf einen entspannten Tag mit einigen Aufgüssen, entspanntem Herumliegen, Buchlesen und einfach mal nichts tun. Leider war dieser Nachmittag dann überhaupt nicht entspannt, weil sich die Menschen, mit denen ich dort war einfach so gar nicht an die allgemein bekannten Saunaregeln hielten, als wäre es ein Schulausflug in ein Spaßbad. Mal davon abgesehen, dass ich mich so nicht entspannen konnte, schämte ich mich wirklich für meine sogenannten Freunde. Daher habe ich beschlossen, mir demnächst noch einmal gründlich anzuschauen, wem ich vertraue, mit dem ich befreundet sein möchte und wen ich dann auch als solchen bezeichne und zwar was meinen gesamten Freundeskreis angeht.

Der nächste Punkt ist auch nicht ganz so neu. Ich will mich wieder mehr mit meiner Schlafhygiene und Ritualen rund ums Schlafen befassen. Ich habe diverse pflanzliche Mittel, wie Ashwagandha, CBD-Öl, Melatonin Präparate etc., die mir helfen, abends besser zur Ruhe zu kommen. Zudem nehme ich seit knappen drei Monaten vorübergehend wieder ein ärztlich verschriebenes Mittel zum Einschlafen, welches auch mit meinem Therapeuten abgesprochen ist. Aber natürlich möchte ich endlich mal lernen, ganz natürlich einschlafen zu können. Daher will ich auch Methoden und Rituale finden, die ich auf Dauer etablieren kann. Dazu gehört jetzt natürlich auch erstmal ein geregelter Rhythmus. Das können dann kleine Meditationen sein oder vor dem Schlafengehen lesen statt Netflix oder Tagebuchschreiben, Affirmationen usw. Dazu schreibe ich dann gerne auch noch einen ausführlicheren Beitrag mit meinen Ideen und Erfahrungen.

Lesen ist auch ein gutes Stichwort. Vor „Das Café am Ende der Welt“ habe ich echt lange kein Buch mehr in der Hand gehabt. Auch das soll sich wieder ändern, weil ich merke, dass Lesen meinen Geist ganz anders fördert und fordert als dieses ewige Netflixberieseln. Ich muss mir nur mal dessen bewusst werden, was ich denn eigentlich genau lesen will. Eigentlich gern Romane oder Krimis, also wenn jemand Empfehlungen hat, immer her damit.

Natürlich steht auch 2022 wieder das Reisen ganz oben mit auf der Liste. Je nachdem, was möglich ist, möchte ich endlich meinen Wochenendtrip nach Paris nachholen. Ich möchte im Frühjahr mit dem Rad nach Schweden und Norwegen und im Herbst möchte ich noch einen Trip nach Portugal machen. Ob Letzterer dann mit dem Rad sein wird, weiß ich noch nicht genau.

Mein Silvesterspazierdate lief übrigens ganz gut und sehr unspektakulär. Aber ich denke mir, dass das vielleicht auch mal ganz gut ist für mich. Ob ich mich in den Wikinger verlieben kann und werde, kann ich euch nicht sagen. Er jedenfalls nett und sehr am Boden geblieben. Wir bestreiten auch gemeinsam den Dry January und haben zudem vereinbart (auf meine Bitte hin), dass wir in der Zeit keine körperliche Beziehung miteinander eingehen. Ich denke, es tut mir ganz gut, einmal einen Menschen ohne diese ganzen körperlichen Reize kennenzulernen. Mal davon abgesehen bin ich seit Weihnachten auch komplett asexuell drauf. Aber das ändert sich sicher auch wieder. Jedenfalls will ich kein unnötiges Oxytocin, da wo es nicht hingehört oder stört (?!), sondern mal ganz klar und gefiltert wahrnehmen, was sich zwischen uns entwickelt oder eben auch nicht.

In dem Zusammenhang möchte ich auch daran arbeiten, Komplimente einfacher annehmen zu können. Nicht, dass ein Kompliment so etwas Besonderes für mich wäre. Im Gegenteil, ich bekomme ständig viele Komplimente und Anerkennung für alles Mögliche. Und im Grunde weiß ich, dass ich toll und wertvoll bin. Ein kleiner Teil von mir, weiß es nicht, weil sehr wichtige Menschen, es nicht geschafft haben, mir dieses Gefühl zu geben. Ich weiß nun, dass ich diese Menschen in meinem Leben nicht zwingend brauche. Aber noch sind Herz und Verstand zwei verschiedene Dinge. Aber ich denke, ich kann es schaffen, beide zusammenzuführen.

Und damit komme ich auch schon zum vorletzten Punkt. Ich möchte es endlich schaffen, mich selbst jeden Tag wertzuschätzen. Und dazu gehört in erster Linie, dass ich nicht ständig versuche so selbstzerstörerisch zu sein und meinen Körper im wahrsten Sinne des Wortes zu vergiften. Dazu gehört aber auch, dass ich auf mich höre, dass ich ausreichend und ausgewogen esse, dass ich mir Pausen gönne, wenn ich sie brauche, dass ich nicht zu streng und kritisch mit mir bin und ich meine Grenzen ganz klar abstecke.
Und mein allerletzter Punkt, Dinge, die mich nach wie vor beschäftigen, endlich zu bearbeiten, wird sich damit hoffentlich von allein ergeben. Was nicht heißt, dass das automatisch passiert, aber ich denke ein bisschen mehr Ruhe und Achtsamkeit werden mich wieder dafür bereit machen, mich den Geistern zu stellen.

Klingt nach einer Menge to dos. Allerdings bin ich bei den meisten schon auf einem ganz guten Weg. Insofern bin ich mal optimistisch, dass ich das alles noch weiter ausbauen und umsetzen kann und vor allem mal nicht nur phasenweise, sondern bestimmte Dinge auch dauerhaft beibehalten kann.

2 Gedanken zu “Vorsätze 2022

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