Biketour 2021 Part II

Der zwei Tag war allein, was das Fahren anging, so viel angenehmer als der erste. Die Strecke war gut markiert und die Radwege waren zu 90% vom restlichen Verkehr separiert. Außerdem war es heute tatsächlich den ganzen Tag trocken und am Ende kam sogar die Sonne raus. Am Abend fand ich mich in Waren an der Müritz auf einer Terrasse beim Griechen sitzend. Das war tatsächlich der einzige schöne Spot, wo es Sonne und Aussicht gab. Alles andere war entweder voll oder im Schatten. Es wollen eben alle die Sonne ausnutzen. Unyd irgendwie wurden da ein paar Erinnerungen geweckt.

Ich übe mich ja ohnehin viel im dankbar sein. Auch am ersten Tag war ich dankbar. Heute bin ich gefühlt so dankbar wie nie zuvor. Mir wurde so ein wunderbarer Tag geschenkt mit Sonne, Freiheit, tollen Wegen. Ich kann die Mecklenburgische Seenplatte wirklich nur empfehlen für Ausflüge und Radtouren. Es gab so viel Natur und zugleich schien alles wesentlich organisierter als in Brandenburg, was die Wege angeht.

Insofern habe ich den Tag heute mit ganz viel Dankbarkeit und Selbstliebe verbracht. Ich bin nicht nur dankbar für diese Tour, ich hin dankbar für mein ganzes Leben. Zum ersten Mal, wird mir klar, dass ich genau das mache, was ich immer wollte. Dass ich genau die Freiheit habe, die ich wollte, schon immer. Ich kann lieben, wen ich möchte, ich kann schlafen, mit wem ich will, ich kann arbeiten, so wie ich es für richtig halte. Ist das nicht der Wahnsinn? Zudem verdiene ich mittlerweile so gut, dass ich ganz unbedarft mein Leben genießen kann, ohne jeden Cent zweimal umdrehen zu müssen. Und genau das habe ich auch meinem inneren Kind heute erzählt. Es gibt keinen Grund mehr, Angst zu haben. Wir sind total sicher. Ich fülle den Kühlschrank und ich passe auf. Wir brauchen niemanden, um zu überleben. Wir haben uns und unsere Erfahrungen, unsere Stärke und Intuition.

Ich glaube, es ist wichtig, ihr das zu sagen damit sie weiß, Dinge haben sich zwar geändert, aber ich bin da. Vielleicht ist es anders, als sie es kennt. Vielleicht ist es zunächst beängstigend. Aber ich bin da, nur etwas anders, als gewohnt und gelernt. Es gibt keine romantisches Beziehungsvorstellungen mehr. Es gibt die Realität und in dieser funktionieren Beziehungen so, wie ich sie gerade lebe und das macht mich glücklich. Nicht exklusiv, immer ein bisschen anders und dennoch intensiv, real und vor allem loyal.

Gelernt ist das Stichwort. Ich habe festgestellt, dass mich das Festhalten an alten, gelernten Dingen immer unzufrieden gemacht hat. Mein inneres Kind hat dadurch immer vollkommen utopische Erwartungen gehabt, die ich so nicht mehr erfüllen konnte geschweige denn wollte. Wie Beziehungen zu sein haben, wie das Leben zu laufen hat. Diese Konventionen haben mich so unglücklich gemacht. Und dabei habe ich vollkommen übersehen, dass ich doch eigentlich schon extrem glücklich bin. Aber eben glücklich auf eine andere Art und Weise, wie ich oder sonstwer erwartet hätte. Und das ist vollkommen okay so. Aber ich muss mir dessen immer mal wieder lautstark bewusst werden. Und vor allem muss ich mein inneres Kind daran teilhaben lassen, damit sie mir vertraut.

So viel zur heutigen Erkenntnis des Tages. Mein fester Vorsatz: in Zukunft die kleine elli nicht mehr so sehr vernachlässigen. Sie rächt sich ansonsten in Form von endloser Traurigkeit. Und bis ich das entdecke, dauert es leider immer viel zu lange.

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