#singlenotsorry but sad

Ja, ihr lest richtig. Nach langem Hin und Her und Drama und Streit und Tränen haben MK und ich beschlossen, dass wir ab sofort beziehungsmäßig wieder trennte Wege gehen. Die Probleme waren einfach zu komplex, zu groß, zu hinderlich für eine Bindung zwischen zwei Menschen. Und ja, ich bin traurig, weil ich diesmal echt wollte. Weil es diesmal gar nicht so sehr an mir und meinen Macken lag. Mein Therapeut sagte sogar: „Frau L. Sie sind gar nicht beziehungsunfähig, im Gegenteil, Sie legen echt viel Wert auf Beziehungen.“ Und ich habe gemerkt, er hat vollkommen recht.

Auf Details möchte ich hier nicht eingehen, vor allem, um MK damit zu schützen. Daher lieber ein paar Worte zu mir und was mich seither beschäftigt. Zum Glück habe ich die tolle Eigenschaft, immer zu versuchen, mir anzusehen, was so ein Rückschlag mir Positives bringen kann. Soviel sei gesagt, die Probleme waren vorrangig psychologischer Art. Und als ich das kapierte, als ich sogar feststellte, dass es eine eindeutige Diagnose gibt, begann ich zu verstehen. Alles wurde viel klarer, alles machte plötzlich irgendwie Sinn. Ich verstand, wieso er sich dann und wann so und so verhielt. Das half mir, von meiner Wut und Verzweiflung Abstand nehmen zu können. Ich wollte sowieso nicht sauer sein auf ihn. Aber ich wurde es regelmäßig. Das zermürbte mich. Und ihn schüchterte das ein. Zumal ich echt nicht so eine verbitterte Person sein möchte.

Das war wie damals, als ich feststellte, dass mein Ex-Mann ein Narzisst war. Plötzlich konnte ich mir so vieles erklären. Und dieses Verstehen hilft ungemein. Und ich habe gesehen, dass ich mich mittlerweile echt gut auf meine Intuition verlassen kann. Dieses unterschwellige Unwohlsein wird mich in Zukunft warnen. Ich werde es viel bewusster wahrnehmen, wenn ich es wieder bekomme. Ich hatte es damals fünf Jahre lang und habe es nicht verstanden. Jetzt waren es immer immerhin nur so ein bis zwei. Und ich dachte die ganze Zeit, es liegt an mir, an meinen Geistern, die ich doch überwunden geglaubt hatte. Aber ich suche nun mal ganz automatisch immer den Fehler bei mir. Und vielleicht bin ich ja gar nicht mehr so traumatisiert von meiner Ehe, wie ich annahm. Ich sehe es als Chance, das jetzt herauszufinden.

Ich glaube schon, dass ich Lust habe auf eine Beziehung. Irgendwie schon. Aber puh, dann denke ich wieder, dass ich eigentlich gar keine Lust habe, wieder von vorne anzufangen. Aber eventuell ist das auch gar keine so schlechte Idee. Einfach mal was ganz Neues starten. Und nichtsdestotrotz habe ich ja immer noch meine anderen Beziehungen, die zwar weniger eng, dafür aber dennoch wunderbar sind.
Alles mit der Ruhe. Es ist gerade mal drei Tage her und noch bin ich im Modus, dass ich bei traurigen Liedern und wenn ich horny bin zu heulen anfange. Ich bin echt traurig darüber, dass es jetzt wieder nicht klappt. Wir haben auch beide gesagt, dass wir dieses Experiment Beziehung hier endgültig abbrechen. Leider bedeutet das auch, dass wir etwas Abstand brauchen. Und das fällt mir so scher. Wir wollen weiter Freunde sein in Zukunft. Ich denke auch, dass wir dafür eine gute Basis haben. Aber das geht eben nicht per Schalter, den man umlegt. Und ich vermisse ihn gerade so hart. Ich würde gern wissen, wie es ihm geht und was er so macht und denkt….naja. Geduld, Elli.
Und da sonst eigentlich alles klar ist und ich nicht wirklich etwas verarbeiten muss, versuche ich gerade, ich ganz aktiv abzulenken. Heißt, ich versuche mir viel Seelen-Wellness zu gönnen.

Und im Hinblick auf baldige Öffnungen, Impfungen und evtl. einen Sommer mit Urlaub und Menschen bereite ich mich jetzt schon mal seelisch und moralisch darauf vor, diesbezüglich meine Comfortzone zu verlassen. Wenn alles gut geht, besuche ich nächste Woche meinen Freund in Rostock und werde dies mit ein oder zwei Radtouren verbinden. So ein Tapetenwechsel wird mir echt gut tun. Ich habe Berlin ernsthaft seit September nicht mehr verlassen. Es wird Zeit.

Und ansonsten muss ich sagen, bin ich auch ein wenig erleichtert, weil die Beziehung zu MK mir in der letzten Zeit wirklich extrem viel abverlangt hat. Neben dem Job und allem, war ich wirklich am Ende meiner Kräfte, was ich jetzt gemerkt habe. Letzte Nacht habe ich über 11 Stunden geschlafen. Keine Ahnung, wann ich das zuletzt geschafft habe. Der Körper holt sich, was er braucht.

So, ich leg mich wieder in die Sonne. Schönen Sonntag allerseits!

4 Gedanken zu “#singlenotsorry but sad

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