Aftercare needed

Ich muss zugeben, mein Dating-Rhythmus ist gerade so gut wie nicht mehr vorhanden. Aber das ist ja auch irgendwie nachvollziehbar. Ich jedenfalls muss mich nicht in Zeiten wie diesen mit 10 verschiedenen Typen treffen. Und dennoch hat man Bedürfnisse und ich habe ja nach wie vor meine treuen Liebhaber, von denen ich vereinzelt immer mal wen treffe. Insofern gibt es diebezüglich, was die Personen angeht, auch nichts Neues. Insgesamt habe ich tatsächlich wenige Kontakte komplett verloren in diesem Jahr. Sie sind nur eben weniger geworden, da viele dieser Freundschaften vom Teilen der gemeinsamen Interessen, dem Sex und den Partys leben.

Letztens war es dann mal wieder soweit. Ein Date stand an und ich freute mich diesmal tierisch drauf. Vor allem, weil es mir nach einiger Abstinenz manchmal schwer fällt, mich wieder auf Dates einzulassen. Aber ich tat es, nachdem wir unser Treffen mehrere Male verschieben mussten. Außerdem wusste ich, wir hatten bisher nie einen schlechten Abend. Ich denke, das liegt daran, dass wir genau wissen, was wir aneinander haben und wir uns gegenseitig nie Druck machen. Und ich sollte es nicht bereuen, denn dieser Abend übertraf an Intensität alles, was wir bisher hatten und das war gar nicht so leicht.

Nachdem wir bei einigen Tassen Glühwein das Aktuellste ausgetauscht hatten, ging es dann im leicht alkoholischen Rausch auch recht schnell zu Sache. Auf der Couch rissen wir uns die Sachen vom leib. Manchmal frage ich mich, wieso ich überhaupt schicke Unterwäsche anziehe, wenn sie dann doch so schnell wieder weg ist. Aber das nur nebenbei. Als er meine Hose abstreifte, schnappte er sich meinen Gürtel und wickelte ihn eng um meinen Hals. Ich war komplett in seinem Griff und musste tun, was er mir gebot.

Er drückte meinen Kopf weiter nach unten. Ich ging auf die Knie und er presste mir seinen harten Schwanz tief in den Mund, sodass ich gar nicht anders konnte, als ihn zu blasen. Dabei ließ ich mir richtig Zeit. Es heizte mich an, wie geil sich sein Schwanz in meinem Mund anfühlte. Ich musste immer wieder nach Luft ringen. Sabber lief mir auf die Brüste.
Er drückte mich rückwärts auf den kalten Holzboden. Eine Hand schwer auf meiner Brust, die andere zwischen meinen Schenkeln. Er neigte sich tiefer und leckte sanft an meiner Klitoris. Ein Schauer durchströmte meinen ganzen Körper. Die Lust in mir kochte. Seine Hand drückte mich weiter fest zu Boden. Seine geschickten Finge glitten tief in meine Fotze. Ich tropfte schon vor Geilheit. Er begann, sie rhythmisch in mir zu bewegen. Ich wusste, was er vor hatte. Er wusste, was er wollte. Und er hörte nicht auf, bis ich schreiend mehrfach gekommen war und sich zwischen meinen Beinen auf dem Boden eine Pfütze gebildet hatte. Während die heftigen Orgasmen mich durchzuckten krallten sich meine Finger in den Boden, ich wand mich und stöhnte, bis er endlich von mir abließ.

Er schaute mich an und sagte: was hältst du davon, wenn du heute mal mich fickst. Und ich so: klar! Noch vor einem Jahr, hätte meine Unsicherheit mir Panik bereitet. Doch ich hatte Bock und freute mich insgeheim unglaublich über sein Vertrauen. Wir gingen ins Schlafzimmer, wo er mir einen Strapon anbot. Leider war mir der viel zu groß. So ein Mist, hätte ich doch nur meinen eigenen mitgenommen. Was solls, dann eben mit der Hand. Vorsichtig zog ich mir Handschuhe über und nahm etwas Gleitgel. Er reckte mir seinen Hintern entgegen, er konnte es kaum erwarten. Behutsam drang ich mit dem Dildo in ihn ein und ließ ihn langsam hin und her gleiten. Eine Hand hatte ich schützend auf seinen Rücken gelegt und streichelte ihn sanft. Ich genoss es zu sehen, wie es ihm Lust bereitete. Er stöhnte und wand sich unter mir.
Ich war auf sein Feedback und seine Anleitung angewiesen, da ich bisher wenig Übung darin hatte. Aber wohl immerhin so viel, dass ich einiges richtig machte. Als nächstes drehte er sich auf den Rücken, gab er mir einen Anal-Vibrator und hob die Beine. Gleiches Spiel: Gleitgel und vorsichtig antesten, was das gute Ding so kann. Offensichtlich gefiel ihm gut, was er spürte. Die Vibration machte es nur noch intensiver. Ich fand es richtig gut, dass wir dabei im offenen Austasuch blieben. Ich wollte ihm nicht weh tun und wollte natürlich, dass es ihm gefällt. Wir wurden mutiger, ich ging tiefer. Seine Lust steigerte sich ins Unermessliche. Ich konnte dabei in sein Gesicht sehen und es bereitete mir unglaublich große Freude, ihn so in Ekstase zu erleben. Immer und immer wieder zuckte sein ganzer Körper, er schrie und stöhnte, es war ein Fest.
Keine Ahnung, wie lange wir dieses Spiel spielten. Ich hätte noch ewig weiter machen können. Ich liebte irgendwie diese dominante und zugleich beschützende Rolle, die ich einnahm. Irgendwann gab er dann aber auf.

Ich legte mich neben ihn auf die Kissen und nahm ihn fest in die Arme, streichelte seinen Kopf und küsste ihn. Der Mann war komplett am Ende. Sein Körper bebte. Ich vermutete, dass er weinte. Das war okay, nein es war vollkommen super. Alles richtig gemacht. Eigentlich sollte guter Sex immer so sein. Er hatte einfach alles losgelassen. Da können am Ende schon mal Dämme brechen – also im übertragenen Sinne. Ich war fast genauso glücklich und gelöst wie er, ein tolles Gefühl. Und stolz war ich natürlich auch.

Und auch, wenn es keine Penetration im klassichen Sinne gab, war es ein so intensives Erlebnis, welches ich nicht missen möchte. Das zeugt von viel Vertrauen, wovon in dieser Beziehung wirklich eine ganz große Menge vorhanden ist. Und glaubt mir, das war erst der Anfang auf diesem neuen Weg der Lust bei uns beiden.

2 Gedanken zu “Aftercare needed

  1. Das klingt nach einer sehr schönen Erfahrung – für euch beide!

    Ich erinnere mich noch gut an mein „erstes mal Anal“. Das Mädel war ebenso fürsorglich zu mir und hat sich auch danach liebevoll um mich gekümmert. Ein Glück, sonst wäre mir die Experimentierfreude @Hintertür sicher vergangen – ich war nämlich meganervös!

    LG
    Töddi

    Gefällt 1 Person

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