Nachhaltig schenken

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Ich war die ganzen letzten Jahre schon genervt von dem krassen Konsumwahn an Weihnachten. Ich nehme mich da selbst nicht raus als treuer Amazon-Prime Kunde. Ich finde aber am Ende nichts schenken, sinnvoller, als Müll schenken. Nach dem Motto, damit ich wenigstens etwas schenke. Ich finde, davon sollte man sich wirklich frei machen. Aber ich bin ja kreativ, ich schenke gerne und dieses Jahr ist mir Geld auch nicht mal so wichtig. Unseren Eltern haben mein Bruder und ich zum Beispiel schon in den letzten Jahren immer gern schöne Konzerte geschenkt – eben Zeit zu zweit. Da wir aktuell noch immer viele Tickets haben, die weiterhin gültig sind und wir nicht wissen, wann die ganzen Events nachgeholt werden, musste dieses Jahr eine andere Idee her.
Ich bin ein großer Freund der Seite Utopia. Hier geht es immer um Themen wie Nachhaltigkeit und Naturschutz etc. An Weihnachten gibt es immer wieder Beiträge zu nachhaltigen Adventskalendern und auch nachhaltigem Schenken. Das finde ich super. Vor einem Jahr, haben wir für unsere Eltern ein Insektenhotel für den Garten besorgt. Dieses Jahr sind es Bäume. Ich habe über Treedom insgesamt vier Bäume pflanzen lassen. Die Seite ist super, man kann sich den Baum aussuchen, man kann ihm einen Namen geben und ihn dann verschenken. Der Beschenkte bekommt einen Code, über den er den Baum abrufen kann. Dort findet man Fotos und einen Steckbrief. Man kann auch Nachrichten hinterlassen. Alles ist für mich weiterhin transparent und für die Beschenkten auch. Zudem tut man Gutes. Man kann sogar die CO2 Bilanz des Baumes einsehen. Ich finde, wenn man keine konkrete Idee zum Schenken hat, ist das eine super Alternative. Man schmeist das Geld nicht sinnlos raus, sondern tut Gutes und die Beschenkten können sich stolze Besitzer eines Baumes in Nepal oder wo auch immer nennen.

Dann gibt es noch die Kategorie von Menschen, denen ich gerne eine kleine Aufmerksamkeit zukommen lassen würde, einfach so als Dankeschön, ich aber auch keine wirklich gute Idee habe. Das habe ich dieses Jahr auch clever gelöst. Ich kaufe ja ohnehin gerne bei SIRPLUS dem Rettermarkt ein. Das ist ein Supermarkt, den es bisher nur in Berlin mit diversen Filialen gibt. Man kann aber auch Online bestellen. Geplant ist eine Expansion in ganz Deutschland, die ich beim Crowdfounding aktiv unterstützt habe. Der Markt verkauft fast ausschließlich gerettete Lebensmittel. Heißt, sie haben entweder das MHD überschritten, sind aber noch genießbar, das wird alles im Labor getestet. Oder es ist krummes Gemüse, welches sich nicht mehr verkaufen lässt, oder die Nahrungsmittel haben andere Fehler, weshalb sie nicht mehr im normalen Handel verkauft werden können. Das Konzept finde ich super. Ich kaufe günstig ein – es gibt auch sehr viele Bio-Lebensmittel – und kann aktiv etwas gegen Lebensmittelverschwendung tun. Und ich mag das Prinzip, nur kaufen zu können, was es gerade gibt und nicht diese unendliche Fülle an Auswahl zu haben. Dort jedenfalls habe ich Schokolade von Share bestellt. Die Firma verkauft Snacks, Hygieneartkel und Getränke. Nach dem 1+1 Prinzp wird pro verkauftem Artikel eine Mahlzeit, ein Getränk oder ein Hygieneartikel an Menschen in Not gespendet. Also können sich meine Beschenkten über leckere Bio Schokolade freuen und haben gleichzeitg indirekt etwas Gutes getan. Win-Win!

Nebenbei achte ich auch auf nachhaltige Verpackung. So versuche ich, ab sofort kein Geschenkpapier mehr zu kaufen – meine Vorräte habe ich aufgebraucht. Zum Verpacken nehme ich zum Beispiel gern Jutebeutel, die man hinterher weiter benutzen kann. Es eignet sich auch Zeitungspapier oder Ähnliches. Ich fand es manchmal komisch, wenn meine Freundin Dinge weiter verschenkt hat, die sie besitzt und nicht mehr braucht. Aber eigentlich ist der Gedanke gut. Wenn ich wem anders eine Freude machen kann mit Sachen, die ich nicht mehr brauche und die noxh gut sind, ist das doch perfekt. Es bleibt nicht ungenutzt, ich schmeiße es nicht weg und andere haben ihre Freude daran.

So das war mein kleiner Guide zum nachhaltigen Schenken. Vielleicht habe ich ja den ein oder anderen damit ein bisschen inspiriert.

3 Gedanken zu “Nachhaltig schenken

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