Der Praktikant

Der Wecker klingelte. Verschlafen räkelte sie sich zwischen den Decken. Es war noch viel zu früh. Ihr Zunge war trocken. Aber es war ein wichtiger Tag. Vielversprechende Kundentermine standen auf der Agenda. Also los!
Sie kämpfte sich hoch und tapste nackt und leicht wankend ins Bad. Die kalte Dusche tat ihr gut. Sie ließ sich das Wasser über den Kopf laufen. Fein säuberlich rasierte sie Achseln, Beine und Intimbereich. Bei Terminen musste sie sich immer besonders gepfelgt und sauber fühlen. Sie brauchte für sich das perfekte Gesamtbild. Sie cremte sich mit einer duftenden Lotion ein und ging zurück ins Schlafzimmer. Dort hing schon ihr neuer schwarzer Jumpsuit bereit. Er stand ihr hervorragend. Er war sexy, aber nicht zu sehr, zeigte was sie hatte, aber war nicht aufdringlich. Außerdem strahlte er Klasse und Eleganz aus. Genau, was sie wollte.

Sie trug ihr Make-up mit großer Konzentration auf. Nur nicht Zittern beim Lidstrich. Es sollte ebenfalls schick, aber auf keinen Fall zu viel sein. Sie wählte einen dezenten Lippenstift – kussecht versteht sich. Sie wollte ja nicht, dass er bei den Meetings an der Kaffeetasse kleben blieb. Sie wählte sorgfältig die langen goldenen Ohrringe zu ihrem Outfit aus. Außerdem ihre Lieblingsschuhe: Goldgelbe Pumps in Wildlederoptik mit einem bunten Absatz. Sie liebte diese Schuhe. Sie waren ein wenig verspielt und doch schick und passten perfekten zu dem schlichten Jumpsuit. Außerdem waren sie so bequem, dass sie den ganzen Tag darin würde laufen können.
Ihre Unterlagen hatte sie bereits am Abend zuvor zusammengepackt. Sie trank noch einen Schluck Kaffee. Ein Blick auf ihre goldene Smartwatch sagte ihr, sie musste los.

Natürlich kam sie zu früh bei dem Hotel an, wo ihr erster Termin stattfinden sollte. Aber alles war besser als abgehetzt oder sogar zu spät zu kommen. Sie nutze die Zeit, noch kurz mit einem ihrer Lover zu chatten. Sie grinste verschmitzt, als sie seine anzüglichen zeilen überflog. Sexy Glow in den Augen kommt beim Kundentermin sowieso gut. Das Gespräch lief flüssig und erfolgsversprechend. Nach 30 Minuten war sie wieder an der frischen Luft. Der Himmel war dunkel geworden. Sie rief ihren Praktikanten an, er möge einen Schirm mitbringen, wenn er gleich zu ihr stoßen würde.
Sie suchte sich einen Platz in einem der Restaurants am Markt. Nach 10 Minuten war ihr fleißger Praktikant auch schon da. Er hatte sich zurecht gemacht mit Hemd und Sakko, so wie sie es wollte. Er gefiel ihr. Sie lud ihn zum Lunch ein, da sie noch Zeit hatten, bis ihr Zug fuhr. Gemeinsam besprachen sie das Vorgehen bei den Terminen. Sie nahm ihn das erste Mal mit zu Kunden und sie erwartete viel von ihm. Immerhin winkte ihm vielleicht eine attraktive Job-Chance in ihrer Agentur.

Nach dem Essen ging es weiter zum Bahnhof, wo sie den Zug pünktlich erwischten. Dennoch war sie angespannt. Aber seine Gegenwart half ihr, sich ein wenig zu sammeln. Irgendwie mochte sie seine lockere und witzige Art. Dennoch war er smart und verstand, was er tat. Sie hatte eine gute Wahl getroffen. Und die Sache mit dem Hemd und dem Sakko machte sie ein bisschen feucht. Sie liebt einfach Männer in schicken Klamotten.

Als sie ankamen suchten sie sich schnell ein Taxi und fuhren zum Sitz des Kunden. Hier sollte er nicht mitkommen. Sie parkte ihn in einem Café, er solle ihre Mails checken, während sie sich dem Kundengespräch widmete.
Der Termin ging schnell, sie war eben Profi. Und schon saßen sie wieder im Taxi zum nächsten Standort. Der dritte Termin für diesen Tag fand in einer schicken Roof-Top-Bar statt. Hierhin wurde sie exklusiv eingeladen. Kaum angekomen begrüßte man sie schon mit Champager. Eigentlich trank sie nicht im Kundentermin, aber heute machte sie eine Ausnahme. Und mittlerweile schien sogar die Sonne. Sie nippten an den Drinks und kurz hatte sie das Gefühl von Urlaub.

Als ihre Kunden eintrafen war sie hochprofessionell. Er assistierte ihr, als hätte er nie etwas anderes getan. Seine Hausaufgaben hatte er gemacht. Sie war stolz, aber das würde sie ihm nie so sagen, nicht jetzt. Die Kunden waren nicht einfach, aber sie hangelte sich geschickt durch die Konversation. Nachdem alle Vertäge beschlossen waren, wurden sie eingeladen noch zum Essen und auf einen Cocktail zu bleiben. Da sagte sie natürlich nicht nein. So ein erfolgreicher Tag muss gefeiert werden. Und der Praktikant hatte sich das auch verdient. So genossen sie zusammen noch den lauen Abend, aßen und ließen sich Cocktails bringen. Es wurde kühler. Ihre dünne Jacke konnte sie kaum noch warm halten. Sie wollte ablehnen, doch er legte ihr kurzerhand sein Jacket um die Schultern. Sein Unterarm stich aus Versehen über ihre Brust. Ein leichter Schauer lief ihr über den Rücken. Sie ließ sich nichts anmerken. Auf der Rückfahrt redeten sie über dies und das, sie lachten viel. Sie mochte seinen Humor, außerdem war sie von den Drinks etwas beschwipst. Sie saßen sich gegenüber im engen Zugabteil. Immer wieder berührten sich ihre Beine zufällig. Und wie immer, wenn sie etwas getrunken hatte wurde sie furchtbar horny. Aber außer dass ihr Blick vielleicht etwas lasziver war als zuvor, behielt sie die Contenance.

Wieder angekommen, nahmen sie gemeinsam ein Taxi. Ihre Wohnung lag auf dem Weg zu seiner. Als das Taxi hielt, zögerte sie. Ihre Haut kribbelte. Sie wollte ihn. Und das nicht erst seit gerade eben. Aber heute in diesem Outfit und mit dieser Performance hatte er sie so richtig scharf gemacht. Sie legte ihre Hand auf sein Bein, er zuckte. Sie glitt zwischen seine Beine und sie spürte deutlich seine Erregung. „Komm noch mit hoch“ flüsterte sie. Er widersprach nicht.

Oben angekommen entledigte sie sich zuerst ihrer Schuhe. Ihre Füße schmerzten vom Tag. Sie schenkte zwei Gläser Wein ein und wies ihn an, sich zu ihr auf die Couch zu setzten. „Zieh dein Jacket aus und dein Hemd auch!“ er gehorchte. Und schon trug er nur noch eine enge Shorts, die nicht verbergern konnte, wie überaus gut bestückt er darunter war. „Kannst du massieren?“ Natürlich konnte er. Sie strich langsam den Jumpsuit von ihren Schultern. Sie stand vor ihm in ihrer schwarzn Spitzenunterwäsche. „Komm ins Schlafzimmer!“. Er folgte ihr. Sie zog den BH aus. Er sah ihre Brüste, die weiße Haut. Sie legte sich auf den Bauch. Vorsichtig kniete er sich über sie. Er roch ihr Parfüm, ein Hauch von Vanille.
Er berührte ihren Rücken zaghaft. Er sollte ruhig ordentlich zupacken, damit könne sie umgehen. Seine Griffe wurden fester, sie stöhnte leicht. Sie war komplett verspannt. Sie genoss die kräftigen Bewegungen seiner Hände. In ihrem Unterleib pulsierte es.

Sie drehte sich zu ihm um und zog sein Gesicht nah zu sich heran. Sie schaute ihm in die Augen.

„Willst du mich ficken?“
„Ja Chefin!“
„Hast du es Dir auch verdient?!“
Er nickte eifrig. Er wollte sie und er wollte, dass sie voll und ganz zufrieden mit ihm war.
„Dann fick mich, kleiner Praktikant!“
Das erregte ihn nur noch mehr. Es machte ihn geil, wie viel Macht sie hatte und wie erfolgreich sie war. Dass sie fast 10 Jahre älter war als er, sah man ihr nicht an.

Sie zog ihn zu sich heran, ihre Lippen brührten sich, die Leidenschaft war entflammt. Seine Hand glitt zwischen ihre Schenkel, geschickt hatte er ihr das Höschen ausgezogen. Sie war feucht, das spürte er. Seine Finger drangen in sie ein und reizten im nächsten Moment ihre Klitoris, sie stöhnte auf. Sie war so geil, das sie schon kurz vorm kommen war. Er hielt inne.

„Was willst du? Gibt deinem Praktikanten Anweisung!“
Wurde er etwa frech?!
„Mach weiter Praktikant, keiner hat dir erlaubt aufzuhören!“

Er teaste sie immer wieder. Er versuchte sie zu kontrollieren. Sie hasste ihn dafür. Morgen würde sie ihm kündigen. Endlich ließ er sie kommen. Sie warf ihn auf den Rücken.
„Jetzt bist du dran!“
Schnell hatte sie ihm ein Kondom über seinen harten Schwanz gezogen. Er wollte etwas sagen.
„Sei still!“
Sie setzte sich auf ihn und fing an ihn zu reiten. Sie bewegte sich immer schneller und stützte sich mit beiden Händen auf seiner Brust ab. Und sie kam wieder und wieder.
Er packte ihre Hüfte und warf sie zurück auf den Rücken. Er hielt ihr Hände über ihrem Kopf fest. Seinem starken Griff konnte sie entkommen. Er drang wieder in sie ein und stieß heftig zu. Sie schrie auf unter der harten Penetration. Er besorgte es ihr nach allen Regeln der Kunst. Bis er selbst laut stöhnend zum Höhepunkt kam.
Sie war zufrieden. Und er wusste das.
„Du musst jetzt gehen!“

Wiederwillig zog er sich an. Gegen eine weitere Runde hätte er nichts gehabt. Aber sie blieb hart. Nun war sie wieder Chefin und nicht mehr das ungezähmte Raubtier, welches er eben noch entfesselt hatte.

Als er weg war schlief sie sofort erschöpft ein. Was für ein Tag.
Am nächsten Morgen hing ein leichter Geruch von Sex in den Laken. Bildete sie sich das nur ein? Oder war das wirklich passiert?

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