Lebenszeichen

Huhu, hallo…ja, ich lebe noch. Wieso vergeht die Zeit so schnell und wieso ist mein letzter Beitrag schon über 10 Tage her?
Irgendwie scheinen die Tage zu rasen. Das Jahr ist schon wieder zur Hälfte vorbei und es ist so verdammt viel passiert. Und es passiert jeden Tag mehr und mehr. Aktuell scheinen sich die Ereignisse, was mein Business angeht, zu überschlagen. Ich habe mein Portfolio gut ausgebaut und damit eine solide Grundlage für die Zukunft geschaffen – Kontakte sei Dank. An Arbeit mangelt es gerade überhaupt nicht. Ich muss mir wohl bald etwas einfallen lassen. Und damit meine ich: ich brauche Unterstützung und zwar dauerhaft. Ist das zu fassen?

Ich merke, wie ich an meinen täglichen Aufgaben wachse, wie es mich mit Stolz erfüllt, je mehr ich mir aufbaue. Es gibt mir positive Energie. Ich bin ein Arbeitstier. Gleichzeitig ist es aber auch unfassbar kräftezehrend. Und nach anfänglicher Euphorie habe ich manchmal wieder das Gefühl, dass ich mich echt nicht freuen kann.
Ich bekomme das Gefühl, dass ich für andere Dinge gerade nicht so viel Energie aufbringen kann und will. Die Motivation fehlt schlicht und einfach. Und ich frage mich, woran es liegt. Vor zwei Wochen war doch noch alles Friede, Freude, Eierkuchen. Naja, das ist jetzt auch übertrieben. Es war halt alles irgendwie rosarot und jetzt ist alles irgendwie grau. Und das wiederum macht mich traurig. Ich bin enttäuscht von mir selbst, weil ich mal wieder nicht überall perfekt sein kann. Es ist wie ein Strudel und mit jedem Atemzug wird es schlimmer. Ich bekomme keine Luft und mir tut alles so unenedlich doll weh.

Ich habe absolut keine Ahnung, ob ich mir selbst trauen kann. Gibt es einen Grund für meine Depri-Stimmung? Einen Auslöser? Wieder nur Angst? Panik? Fluchtmodus? Aber wer kann mir das schon zu 100% beantworten? Ich fühle mich hilflos und ratlos. Ich will nicht wieder ein Stück meines Herzens einbüßen und ich will auch nicht, dass ein anderer das macht.

Eine Frage kommt wieder auf, die ich mir schon am Anfang stellte. Sind wir zu entspannt? Zu tolerant mit „mach du mal dein Ding, das ist okay!“? Treibt uns das in Wirklichkeit auseinander? Immerhin bedarf es einem gewissen Maße an Gemeinsamkeiten, wenn man zusammen sein will. Es ist verrückt, alle diese Zweifel spüre ich tatsächlich. Dabei spielt mir mein Verstand offensichtlich einen Streich. Ich habe Angst. Angst, dass ich es wieder versaue. Angst, dass es mit jedem Moment, wo es länger andauert, am Ende nur umso mehr weh tut. Denn es muss ja irgendwann zu Ende sein. Oder?! Naja und bevor ich dieses Ende abwarte, da kann ich das auch gleich selbst in die Hand nehmen. Immerhin ist aktuell der Schaden noch überschaubar.
Ja Leute, ich glaube mir das hier tatsächlich selbst.

Und währenddessen schaut er mich an und weiß nicht, wie er mit mir umgehen soll. Natürlich ist was im Busch. Natürlich lasse ich ihn schon seit Tagen nicht mehr an mich heran. Er ist ja nicht blöd. Und dann kommen sie über meine Lippen, die Worte: „Ich bin so unglücklich!“ Und er steht da und schaut mich weiter an. Er ist ganz ruhig. Kein Anflug von Panik. Und er kämpft. Er stellt die richtigen Fragen. Willst du nur weg, weil du Angst hast? Dann sage ich Dir, du musst nicht gehen! Und er hat recht. Auch wenn es sich gerade und in manchen Momente nicht so anfühlt. Eigentlich will ich doch wollen.
Und er sagt mir, es ist okay! Und dass er warten wird. Aber wie lange?
Es gibt keine Erwartungen, keine Bedingungen. Ich bin kein schlechter Mensch. Und doch fühle ich mich mies, ihm diese meine Wahrheit ins Gesicht zu sagen. Ich an seine Stelle wäre schon lange weg.

Wenn du weißt, was du willst, dann finde heraus wie du es willst. Und da hat er recht. Wir schreiben die Regeln und niemand sonst. Und plötzlich ist wieder etwas mehr Farbe da!

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