Liebe…

Achtung, das hier wird voll kitschig.
Für den Letzten, der es noch nicht weiß: ich bin wieder verliebt. Aber diesmal so richtig.
Nachdem ich mich in den letzten Monaten immer mal wieder in meine „Partner“ veknallt habe – eigentlich so ziemlich in jeden – habe ich schon irgendwann an mir selbst gezweifelt. Und vor allem habe ich meinen Gefühlen nicht mehr vertraut. Prinzipiell kann man es mir sicher nicht verübeln. Nach der gescheiterten Ehe und der verkorksten Beziehung zum Koch war ich zurecht gefühlsmäßig etwas geschädigt. Und so schön wie dieses Verknalltsein am Anfang auch immer war, so schnell verflog es eben auch wieder. Es wich zumindest irgendwann echter, tieferer Zuneigung, die aber eher freundschaftlicher Natur war, ist und blieb. Und zugleich blieb da das flaue Zweifeln, ob ich, wenn ich mich wieder wirklich verlieben würde/könnte, es dann auch ernst nehme(n kann).

Selbst bei MK war ich eigentlich auch schon wieder soweit zu sagen, dass das mit uns nicht mehr als Freundschaft plus oder so etwas ist. Obwohl ich diese Bezeichnung wirklich furchtbar finde. Aber es machte mir die Beziehung zu ihm auch irgendwie leichter. Zumindest dachte ich das.
Tja und naja…wie es dann dazu kam usw. habe ich ja schon ausführlich beschrieben. Ich musste eben etwas schmunzeln, als ich kurz durch alte WhatsApp Chats stöberte und mir klar wurde, wieso er eigentlich schon länger „mit mir zusammen“war. Es war schon so lange alles sehr vertraut und es war mehr.
Aber haltet mich für bekloppt, ich wache jeden Tag auf und denke mir: Fuck, ich liebe ihn ja immer noch! Ich bin wirklich jeden Tag ganz furchtbar überrascht, furchtbar glücklich und furchtbar dankbar. Wir sind offiziell gerade mal fünf Wochen zusammen und ich habe bereits eine endlose Liste an Dingen, die ich an ihm und vor allem an diesem uns schätze.

Ich bin überrascht, wie entspannt ich in dieser Beziehung bin und wie ich gerade einfach mal nur genießen kann.
Was ist passiert?
Gut, zum einen habe ich selbst eine ungaubliche Entwicklung hinter mir und eben im wahrsten Sinne des Wortes auch mal ein paar Dinge und Balast hinter mir gelassen und verarbeitet. Das hat mir unglaublich dabei geholfen, mich selbst lieben zu lernen und ich denke, das war eine ganz wichtige Voraussetzung für mein neues Glück. Irgendetwas in mir wusste plötzlich wieder, dass ich es verdiene zu lieben und geliebt zu werden.

Und jeden Tag staune ich, wie einfach Dinge sein können. Ich staune, dass ich nach wie vor mir selbst treu bleiben kann und zugleich bei ihm sein und mich genauso auch auf Neues einlassen kann. Ich lerne, ihn als den Menschen anzunehmen, der er nunmal ist. Wir beide ganz weit entfernt von perfekt, aber eben doch ganz großartig und einzigartig. Diese Erkenntnis erfüllt mich so mit Glück, dass mir die Tränen kommen.
Die Art und Weise, wie wir wertschätzend miteinander umgehen und offen mit Gefühlen und Zweifeln sind, liebe ich ganz besonders.
Wenn wir zusammen sind, dann brauchen wir kein permanentes Entertainment-Programm. Wir sind dann eben einfach zusammen. Und da kann auch mal eine Stunde jeder seins machen. Und jeden Tag spüre ich eine deutliche Entwicklung, ein deutliches JA zu dieser Beziehung. Obwohl wir objektiv in vielerlei Hinsicht gar nicht gut zusammen passen. Das Tolle: ich liebe es, dass ich immer noch Sachen habe, die allein mein Ding sind und dann ich nicht zwanghaft jeden Bereich meines Lebens mit ihm teilen muss und andersherum genau so. Und er lässt mich weiterhin die Dinge tun, die ich liebe und ich fühle mich frei, dies zu tun und dann wieder zu ihm zurück zu kommen. Und so lerne ich, andersherum auch loszulassen, weil das Vertrauen wächst, dass er auch dann noch da ist.

Und jetzt sagt vermutlich jeder beziehungsfähige Mensch, dass das doch selbstverständlich ist. Tja…für mich eben nicht. Und velleicht sieht man mich deswegen in letzter Zeit noch viel öfter lächeln und vielleicht genieße ich mein Glück deshalb umso mehr.

Und ja, wir sind schon beide reichlich vorgeknackst, was Beziehungen angeht. Manchmal liege ich nachts wach und frage mich, wieso ich das alles überhaupt mache. Wozu führt man denn überhaupt Beziehungen?! Dann bin ich sauer auf mich und trotzig. Und gleichzeitig bin ich so into it, dass ich mir schon gar nicht mehr vorstellen kann, wie es ohne ihn wäre.
Und ja verdammt, es versetzt mir einen kleinen Stich, wenn ich weiß dass er andere datet. Aber das ist auch okay. Wäre es mir vollkommen egal, wäre das auch irgendwie komisch. Aber ich lerne auch damit umzugehen und vor allem lerne ich zu vertrauen, da ich bisher auch keinen Anlass habe, das nicht zu tun.

Und eins sage ich euch: Wenn ich diesen Anlass irgendwann bekommen sollte, dann wird sich aber die Hölle auftun. Und ernsthaft: Das wird dann auch endgültig der letzte Versuch. Ob das eine Drohung war? Oh ja!

Spaß beiseite. Ich bin echt sowas von übelst crazy in love, dass es fast weh tut und dass es fast ein bisschen lächerlich ist. Aber wenn dass echt ist, dann will ich es auf ewig festhalten.
Nennt mich naiv, wenn ich mich trotz Zweifel einlasse. Nennt mich mutig, weil ich meine Zweifel endlich zu überwinden versuche. Nennt mich realistisch, wenn ich trotz allen Glücks jeden Moment darauf gefasst bin, tief zu fallen. Nennt mich unersättlich, wenn ich es schon jetzt vor Neugier kaum aushalten kann, wo unser Weg uns hinführen wird…

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