Scheidungsparty WTF

Jedes freudige Ereignis verlangt nach einer Party. Und da meine Scheidung jetzt unterm Strich betrachtet ja nun wirklich ganz erfreulich und vor allem erleichternd war, musste eben auch das gefeiert werden. Seit ziemlich genau zwei Monaten ist es jetzt offiziell. Und für die Feier suchte ich mir das Wochenende aus, an dem alle unsere Jahrestage und eben auch unser eigentlicher Hochzeitstag vor zwei Jahren war. Irgendwie fand ich das ironisch und gut.

Ich war im Vorfeld etwas geknickt, weil ausgerechnet an dem Wochenende so wenige Leute konnten. Am Ende war die Runde jedoch wirkich nett und unterhaltsam.
Ich versuche mal die Gästeliste zusammen zu bekommen. Da wären natürlich meine beiden liebsten Mädels, plus zwei weitere liebe Freundinnen, der attraktive Single, der Architekt, T, mein lieber Freund aus dem Orchester, Captain Silver… ich glaube das wären alle. Also wirklich eine kleine Runde. Nichts desto trotz verstanden sich alle super, die Bowle floss in Massen und zu später Stunde wurde noch das Tanzbein geschwungen. Es gab einige Spiele, wie Penis-Ring-Werfen und Penis-Ankleben (so wie das Kinder-Spiel mit dem Esel und dem Schwanz), außerdem ein Malbuch für Erwachsene mit Penis-Rätseln. Großartig!

Fragt mich nicht, wann und wieso, aber eines der Mädels kam plötzlich auf die Idee, sich das Oberteil auszuziehen. War für mich vollkommen okay, wenn man bedenkt, dass ich auf jeder der letzten Partys irgendwann nackt war. Der Architekt war natürlich auch sofort dabei und auch die anderen Herren zogen sich nach und nach die T-Shirts aus. So saßen wir irgendwann alle oben ohne (die Mädels noch in BH) um meinen kleinen Couchtisch und spielten Zitronen-Drehen. Ja das ist ein kleiner Insider, der im letzten Sommer entstand, als wir statt Flaschen-Drehen Melonen-Drehen spielten, weil eben statt einer Flasche nur eine Meldone in Reichweite war. Also sind wir mal traditioneller Weise bei einer Frucht geblieben.

Nun ja, die Aufgaben wurden schlüpfriger und versauter und die beiden letzten Mädels verabschiedeten sich irgendwann aus der Runde.
Danach wurde in der Küche noch der Sekt geköpft und schon war mein BH auch noch weg. Es dauerte nicht mehr lange, bis der Architekt, Captain Silver und T komplett nackt waren und wir irgendwie alle gemeinsam auf der Couch landeten.
Alles was danach passierte verschwimmt mir etwas im Sex-und-Alkohol-Rausch. Ich denke, es war gegen zwei als das alles anfing. Wir klappten die Couch auf und fingen alle an, rumzumachen. Also jeder der Typen mit mir. Denn sie waren allesamt hetero. T verabschiedete sich dann irgendwann und legte sich in mein Bett zum Schlafen. Die beiden anderen kümmerten sich weiterhin vorzüglich um mich. Was ich hinterher auch daran erkannte, dass einfach alle meine Kondome aufgebraucht waren. Beide waren sehr respektvoll. Der Architekt hielt sich zurück, wenn Catain Silver dran war, oder bearbeitete mein Hinterteil unterdessen mit ein paar Schlägen. Vielen harten Schlägen, wie ich feststellen musste. Jedenfalls hatte ich am nächsten Tag noch viel mehr blaue Flecken als zuvor schon von meinem SM-Boy.

Als Captain Silver sich verabschiedete, war es bereits hell. Ich schnappte den Architekten und wir legten uns zu T ins Bett. Doch irgendwie konnte hier jemand noch immer nicht genug bekommen. Und auch meine Hornyness war noch nicht erschöpft. Also wieder aufstehen und noch eine Runde auf die Couch, wo der Architekt mich mit seinen geschickten Fingern fast um den Verstand brachte. Ich brauchte eindeutig eine Pause, ging in die Küche zum Rauchen. Ich lehnte am Fenster, genoss einen letzten Schuck Sekt und ließ mir die Morgendsonne ins Gesicht scheinen, als ich seinen warmen Körper wieder hinter mir spürte. Seine Finger suchten mich, fanden und ließen mich ein letztes Mal explodieren. Feuerwerk… Oder eher Wasserfall.
Wow… das wars. Ich schaute auf die Uhr, es war mittlerweile morgens um neun. Wahnsinn. Jetzt fielen wir wirklich erschöpft ins Bett und schliefen auf der Stelle ein.

Gegen Mittag wurde ich von zärtlichen Küssen geweckt. T war bereits weg und der Architekt im Begriff zu gehen, ich war nicht im Stande irgendetwas zu begreifen. Ich war erschöpft, glücklich und verwirrt zugleich.
Als ich das Chaos in der Wohnung sah, war ich etwas besorgt. Aber es waren tatsächlich nur die üblichen Partyreste, alles im Rahmen. Und alle drei versicherten mir, dass in dieser Nacht alles ziemlich super und ziemlich geil gewesen wäre. Das sah ich auch so. Und ich fand es lustig, dass so etwas beinahe schon selbstverständlich war, nachdem ich in den letzten drei Wochen den Kinky-Part in mir so schön begonnen habe zu formen.

Eine kleine Schattenseite gab es nach dieser enthemmten Nacht allerdings noch. Ich hatte in meinem Rausch so gar nicht daran gedacht, dass alle Fenster offen waren und das Haus insgesamt hier sehr hellhörig ist. Und so sprachen mich am Sonntag die Nachbarn auf meine nächtliche Aktivität an. Ich muss sagen, was die einen geil finden, kann für andere echt ätzend sein und ich weiß, dass ich mich überhapt gar nicht zurückgehalten hatte. Und in dem Moment schämte ich mich ein bisschen.
Ich denke, ich kann froh sein, dass meine Nachbarn so nett und keineswegs bösartig sein, aber ein bisschen peinlich war mir das Ganze dann schon. 😉

2 Gedanken zu “Scheidungsparty WTF

    • Nun ja, sie fragten, ob ich einen Kegelbahn in der Wohnung hätte. 😂
      Und sie meinten, sie wären schon sehr tolerant, man hört mich ja öfter mal, aber das war zu heftig. Zum Glück waren sie trotzdem entspannt. Meine früheren Nachbarn haben gleich die Polizei gerufen oder der Hausverwaltung Bescheid gesagt. Ich hab mich entschuldigt und Schokolade runter gebracht. 😊

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