Kinky Lifestyle

Diese Party am letzten Wochenende hat mich ja schon ganz schön gekickt.
Gefühlt habe ich seitdem täglich noch 1000 Mal mehr an Sex gedacht und Lust darauf gehabt als sonst. Immer wieder holten mich die Bilder und dieser neue unbeschreibliche Rausch ein. Noch Tage danach spürte ich in jedem Muskel die Schmerzen, so sehr hatte ich mich verausgabt.

Wie schon angedeutet, blieben der Dom und ich im Kontakt und er ist nun sozusagen mein Meister und ich seine Sklavin. Jeden Tag durfte ich seitdem mehr oder weniger versaute Aufgaben erledigen und ihm natürlich immer Beweise für die ordnungsgemäße Ausführung darbringen. Er betreibt das mit einer überzeugenden Ernsthaftigkeit, dass ich zum ersten Mal das Bedürfnis habe, auch wirklich mitmachen zu wollen. Wir sehen uns ja nicht und schreiben nur, also alles auf Vertrauensbasis. Und natürlich bekommt man nicht alles 1:1 hin, aber ich gebe mein Bestes. Ich habe wirklich Spaß an diesem Spiel und in mir erwächst mehr und mehr der Ehrgeiz, meinen Meister zufrieden zu stellen und ich ärgere mich auch tatsächlich über die bitteren Strafen, die er mir auferlegt, wenn ich nicht gehorche oder mir ein Fehler unterläuft. So durfte ich mich ab dem zweiten Tag selbst nicht mehr direkt anfassen und sollte gleichzeitig dafür sorgen, dass ich immer schön erregt blieb: Orgasmusverbot bis zum Wochenende und immer schon teasern. Ich trug seiner Anweisung gemäß keine Unterwäsche und mein Vibro-Ei war mein täglicher Begleiter. Es war eine bittersüße Qual, die er mir auferlegte und die mich insgesamt ziemlich anstachelte. Meine Lust wuchs fast ins Unermessliche. Insgesamt gab mir dieses sexy Spielchen aber auch super viel Energie, um meinen im Moment recht anstrengenden Alltag zu meistern. Mit süffisantem Lächeln gehe ich durch die Welt und erfreue mich an all den schmutzigen Gedanken, die in meinem Kopf stattfinden.

Am Donnerstag war dann der Bondage-Workshop dran, zu dem ich mich mit D verabredet hatte. Captain Fox war auch da und wir wechselten uns mit dem Verschnüren ab. Der Workshop-Leiter ist ebenfalls in der Kinky-Community. Er erzählte uns ausführlich etwas zur Theorie des Bondage und zeigte dann ein paar praktische Grundlagen am lebenden Objekt. Anschließend durften wir selbst üben. Ich fand das wirklich spannend und ich genoss das Gefühl der Seile auf meiner Haut. Bondage ist nicht reine Sexpraxis, sondern viel mehr so etwas wie eine eigene Kunstform. Ich war überrascht, wie anstrengend sowohl fesseln, als auch gefesselt werden ist. Ich bleibe nach wie vor dabei, dass ich hier eher den passiven Part, also das Bunny, übernehme und nicht so viel Lust habe, die Seile selbst in die Hand zu nehmen. Aber, was nicht ist, kann sich ja noch entwickeln. Ich merke immer wieder, dass irgendwo tief in mir auch eine dominante Seite steckt, die irgendwann mal geweckt werden will.

Freitag war es dann endlich soweit. Ich durfte mich erlösen. Was für eine Explosion…WOW. Außerdem war ich abends mit C, seiner Frau und dem attraktiven Single zum Clubbesuch verabredet. Ich hatte echt Bock, machte mich mit Lack und Leder zurecht und freute mich auf einen Abend voller Sexyness und Ungewissheit. Wie das manchmal so ist, passiert genau bei solch großer Vorfreude irgendwie nicht so viel. Wir tanzten ausgelassen, die Musik war rockig-düster. C und seine Frau verschwanden bald wieder. Der attraktive Single und ich kamen uns auch diesmal wieder näher, es knisterte, wir knutschten, wir fummelten. Aber dabei blieb es dann auch. Der Club war nicht ansatzweise voll, die Leute irgendwie nicht so „sexy“ an dem Abend. Aber hey…auch so etwas passiert und Spaß hatten wir trotzdem. Prinzipiell habe ich wieder gemerkt, wie sehr ich die Gesellschaft vom attraktiven Single mag und dass ich mich mit ihm einfach immer sehr wohl fühle. Deswegen habe ich der etwas geringeren Action auch gar nicht nachgetrauert.

Außerdem sollte am Samstagabend eine spontane Kinky-Party bei Captain Fox stattfinden. Ich war zwar noch etwas fertig, aber da ich keine Pläne hatte, dachte ich, ich hätte ja wohl nichts zu verlieren. Ich muss sagen, dass ich auf dieser Party wirklich viel Zeit mit quatschen, kuscheln, rauchen und trinken verbrachte. Irgendwie kam bei mir keine Stimmung auf, auch nicht als die meisten anderen schon ordentlich zu Gange waren.
Ich ärgerte mich trotzdem nicht und nahm meine Stimmung hin, wie sie war. Ich musste nicht auf Teufel komm raus was starten. Das Gefühl hatte ich nämlich bei einigen der Gäste. Kann aber auch nur meine persönliche Wahrnehmung sein.
Und ich habe mich wirklich sehr gut unterhalten. Mittlerweile kenne ich ja schon einige aus der Community und weiß, wen ich mag und wen ich vielleicht doch lieber meide. Es müssen ja auch nicht alle meine Freunde werden. Und wie überall gibt es auch hier die typische Grüppchenbildung. Nichts desto trotz genieße ich immer wieder die freizügige Stimmung, die Gelassenheit und die Menschen, die sexuell und zwischenmenschlich ähnlich ticken wie ich.

Und irgendwann kam ich dann doch noch an den Punkt, wo meine Hornyness mich übermannte. Es gab einen – P – , der schon die Woche zuvor mein Interesse geweckt hatte. Zum einen sprach er mich optisch sehr an, er hatte irgendwas in seinem Blick. Zudem war er derjenige, der die Sado Maso Session gestartet hatte und spätestens ab dem Moment hatte er mich. Auf Captain Fox´Party nahm er mich gleich in den Arm und wir quatschen ewig über alles mögliche. Und irgendwann – und das kenne ich so auch nicht von mir – ging ich einfach auf ihn zu und wollte vögeln. Das taten wir dann auch lange und ausführlich. Meine Lust war entfacht und ich kleiner Nimmersatt konnte wie immer kaum genug bekommen.

Gegen sechs Uhr morgens fiel ich totmüde in mein Bett. Den Sonntag verbrachte ich verkatert und extrem horny auf meiner Couch mit meinem schwarz-goldenen Spielzeug. Solche Abend können einen wirklich nachhaltig rasend machen. P und ich halten seitdem den Kontakt und sicherlich wird das nicht unser letztes Mal gewesen sein. Ich schaue schon freudig voraus auf weitere Partys und alle schönen Dinge, die es dort für mich zu entdecken geben wird.

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