Ein bisschen Auszeit

Nachdem mich die neue Jobsituation unter der Woche nach wie vor enorm viel Kraft kostet, versuche ich, an meinen freien Tagen möglichst viel positive Energie zu sammeln und meine Zeit mit allerhand Erfreulichem zu verbringen.
Deswegen hier eine kleine Zusammenfassung der überaus erfreulichen Ereignisse der letzten Tage.

Ich freute mich letzte Woche irrsinnig auf zwei freie Tage, um zum einen etwas Ruhe und Abstand zur Arbeit zu finden und mich zum anderen ein paar privaten Projekten zu widmen. So habe ich einen Tag gemeinsam mit einem meiner lieben Freunde bei einem Filmprojekt verbracht, auf welches wir beide sehr neugierig waren. Wir starteten auch super entspannt mit einem ausgiebigen Brunch und ein bisschen Frühstückssex. Ein super Start in den freien Tag.
Ich will gar nicht so sehr ins Detail gehen, was den Film angeht. Nur so viel, dass es ein Projekt eines Kindergartenfreundes war, den ich vor ein paar Jahren in Berlin wieder getroffen hatte. Meine Lust, mal bei einem Filmdreh dabei zu sein und selbst als Statist mitzuwirken, wuchs in den letzten Monaten sehr stark. Ich war froh, dass es endlich ein Projekt gab, welches zu mir passte und wo ich mich (relativ unverbindlich und ohne großen Druck) ein bisschen ausprobieren konnte. Außerdem lernten wir viele super liebe Menschen kennen, knüpften neue Kontakte und hatten einfach einen richtig guten Tag. All der Stress von der Arbeit war für ein paar Stunden vergessen, ich konnte abschalten und mich fallen lassen.

Den Tag danach verbrachte ich ganz entspannt mit etwas Me-Time. Ich ging zum Sport, holte meine neue Brille vom Optiker, gönnte mir leckeres Essen und legte mich am Nachmittag in den Park, wo ich einige Stunden einfach nur verträumt in den Himmel starrte, froh war, dass kein Telefon klingelte und ich keine E-Mails beantworten musste. Außerdem schmiedete ich mit dem Australier Pläne für unser baldiges Wiedersehen und unseren Kurztrip nach Hamburg. Und ich gönnte mir mal wieder eine ordentliche Portion Schlaf. Das hatte ich dringend nötig.

Für das Wochenende verabredete ich mich mit einer meiner lieben Freundinnen zum Sport. Danach fuhren wir mit Sack und Pack an einen kleinen See nach Brandenburg. Bei der Hitze konnte man es wirklich nur im Schatten und mit reichlich kühlen Getränken aushalten. Wir warfen den Grill an, schlugen uns mit allerhand Leckereine den Bauch voll und verbrachten den Nachmittag glücklich und zufrieden im Fresskoma.

Später wollte ich gern noch meinen Architekten sehen, mit dem ich mich mittlerweile sehr regelmäßig treffe. wir haben eine echt gute Connection und ich merke, dass er mir einfach gut tut. Also lud ich mich kurzerhand in sein Haus am See ein. Meine Freundin begleitete mich dann noch spontan und wir bereuten es nicht. Dort angekommen, wurden wir mit frischen Früchten und eisgekühltem Sekt empfangen. Wir drehten eine Runde über das Grundstück zum See. Später gab es (extra für mich gekauftes) veganes Eis und wir chillten bei einem Film auf der Couch. Irgendwie konnte ich mein Glück kaum fassen. Er schaffte es immer wieder, mich zu überraschen und ich strahlte übers ganze Gesicht. Meine Freundin machte sich dann auf den Heimweg. Ich fragte, ob ich bleiben darf. „Ich bitte darum!“ Kaum war sie aus der Tür fielen auch gleich die Hüllen und wir versanken in innigen Küssen. Wie gewohnt kümmerte er sich auch in dieser Hinsicht vorzüglich um meine Bedürfnisse und ich schlief glücklich in seinen Armen ein. Und als wäre das noch nicht genug gewesen, war auch der nächste Morgen schon wieder ein kleines Highlight. Frühstückssex, Kaffee, frischer Salat, frisch gepresster O-Saft. Was will Frau mehr?!

Er fuhr mich dann sogar noch zurück nach Berlin, wo ich mich direkt auf die nächste Verabredung freuen konnte.
Mein Kindergartenfreund hatte zum Geburtstags-Picknick im Park eingeladen. Ich freute mich riesig, da ich dieses Event bereits aus den letzten Jahren in guter Erinnerung hatte. Außerdem wusste ich, dass Captain-Silver da sein würde, den ich eine gefühlte Ewigkeit nicht gesehen hatte.
Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Es gab Sekt und Cocktails, das Wetter war traumhaft. Zudem waren viele Leute da, ich vom Filmprojekt kannte und ich traf sogar einen anderen alten Schulfreund wieder, mit dem wir damals ein kleines Theaterprojekt auf die Beine gestellt hatten. Wir schwegten in Erinnerungen.
Zwischen Captain-Silver und mir knisterte es heftig. Wir saßen nebeneinander auf der Decke und ich fühlte wieder die Anziehung. Wir waren unsicher, da seine Freundin auch dabei war. In meiner leicht alkoholisierten Enthemmtheit fragte ich sie dann einfach, ob es okay wäre, wenn wir ein bisschen rummachen würden und sie stimmte zu. Das war einfach. Komisch war das für mich dann gar nicht.
Wir gaben uns der Leidenschaft hin und bekamen schon bald Lust auf mehr.
Er zögerte, aber irgendwann verschwanden wir dann doch einfach hinter einem Baum. Wie aufregend, im mittlerweile dunklen Park, umgeben von kleinen Grüppchen, die nichts von unserem kleinen Stelldichein mitbekamen.
Ein bisschen nagte das schlechte Gewissen dann doch an ihm. Später schrieb er mir allerdings, dass es für sie komplett OK war und sie sich sogar noch beschwerte, wieso wir nicht noch mehr angestellt hätten. Ich musste schmunzeln und fiel auch an diesem Abend wieder glücklich und voller Endorphine ins Bett.

Es war toll, einfach mal zu entfliehen, nicht an die Arbeit zu denken und das zu tun, was mir Spaß machte. Ich sauge förmlich alle positiven Dinge in mich ein. Ich verschwendete kaum Gedanken an den nahenden Montag und die Woche, die vor mir liegen würde. Als ich jedoch am Montag erwachte, war alles plötzlich wieder präsent. Ich hasste das Gefühl. Ich traf mich am Nachmittag noch einmal mit meinem ehemaligen Kollegen. Wir beide waren uns einig, dass wir noch immer kaum fassen konnten, was passiert war. Mich plagte das schlechte Gewissen, immerhin sitze ich jetzt auf seinem Platz und er hat nichts mehr. Der Abschied fiel mir wieder schwer und ich musste ein weiteres Mal realisieren, wie sehr er mir doch fehlt.
Ich glaube, es wird noch eine Weile dauern, bis ich das alles verdaut habe. Bis dahin heißt es, weiter Zähne zusammen beißen und weiter funktionieren so gut es geht. Und warten, dass endlich Gold aus der Scheiße wird. Und bis es soweit ist, suche ich mir immer wieder kleine Oasen für meine persönliche Quality-Time.

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