Me and my daily hornyness

Nicht jeder Tag ist gleich. Dies gilt in Bezug auf sämtliche, das Leben betreffende Umstände. Wäre ja auch super langweilig. So hat manchmal gute Laune und mal weniger gute. Genauso verhält es sich mit der Libido. Mal hat man etwas mehr Lust, mal weniger, mal gar keine und manchmal könnte man einfach alles f*****, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Ja, auch Frauen kennen diesen Zustand.

Nach meinem euphorischen, rauschhaften Festival letzte Woche bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass ich erstmal irgendwie in ein Loch falle, sowohl stimmungsmäßig, als auch libidomäßig. Dem war aber fast gar nicht so. Ich habe mich recht schnell erholt, meine Stimmung blieb (fast) konstant und meine Libido setzte einfach nochmal einen drauf. Das kannte ich bisher so nicht. Wenn ich meinen Körpersignalen und meinem Zykluskalender glauben kann, fiel diese Phase aber auch genau auf den Eisprung. Ich hatte es die letzten Monate schon für mich beobachtet, dass meine Lust in dieser Phase am größten ist. Zudem fühlte ich mich endlich mal wieder gelöst von all den schwermütigen Gedanken an die Vergangenheit, sie waren ganz blass geworden.

Soweit so schön, aber was macht man, wenn man keine Möglichkeit hat, sich Abhilfe zu schaffen? Es war tatsächlich so, dass ich in der Woche gar kein Date hatte und vor allem auch irgendwie keine Zeit. Es passierte soviel außen rum, dass ich nicht dazu kam, mir jemanden zu „organisieren“, der mir hilft. Also gut, dann musste ich eben selbst Hand anlegen. Und …hui… das war ein kleines Feuerwerk.

Ich finde es unglaublich schön, wenn ich merke, dass ich Lust empfinde und mich nach dem reinen Sex sehne. Es gab genug Phasen, in denen ich mich eher asexuell fühlte, wie zum Beispiel Anfang des Jahres oder um den Scheidungstermin herum. Aber da waren eben ganz andere Dinge im Fokus, die irgendwie unsexy waren und allgemein hatte ich einfach mal kurz genug. Zudem hatte ich viel zu oft sinnlosen Sex, was mir auch irgendwann auf den Keks ging.

Gegen Ende meiner Horny-Week hatte ich dann zwar mal wieder ein Date mit dem attraktiven Single, aber da er am nächsten Tag früh raus musste, trennten sich unsere Wege nach diversen Cocktails. Ausgerechnet an dem Abend hätte ich mal wieder so richtig Lust auf eine Nummer mit ihm gehabt. Ich denke, das liegt auch daran, dass wir endlich unsere gemeinsame Wellenlänge gefunden haben. Wir haben sehr offen über Sex, Vorlieben und Beziehungen gesprochen. Er hat letztens einen kleinen Home-Porno mit einer Freundin gedreht, den er mir bereitwillig gezeigt hatte. Das hat mich ziemlich heiß gemacht. Zudem will ich ihn echt gern mal auf eine der sexpositiven Partys mitnehmen, da werden wir sicher viel Spaß haben. Ich glaube, der Sommer tut ihm gut, er kommt endlich raus aus seinem Schneckenhaus. Beim Thema Beziehungen ticken wir beide recht ähnlich. Wir lieben das Singlesein und haben keine wirkliche Lust, uns zu binden. Sollte jemand kommen, der unser Herz erobert, sind wir prinzipiell offen dafür, aber Monogamie muss auch nicht unbedingt sein bzw. sehen wir beide als überholtes Beziehungskonzept. Ich glaube, dass wir diese Fronten endlich geklärt haben, hat uns beide gelöst. Als ich ihm später schrieb, dass ich echt Lust hatte, erwiderte er das. Aber hey, der Sommer ist ja noch lang.

Am Samstag holte mich dann doch so ein Mini-Tief ein als ich am Mittag beim schönsten Wetter in meiner Wohnung saß und keine Ahnung hatte, was ich mit dem Tag anfangen sollte. Ich hatte keine Verabredung für den Samstag. Das ist ewig nicht vorgekommen. Meine beste Freundin machte mir Mut, mich zu trauen, dieses Gefühl auszuhalten und zu schauen, wonach mir gerade ist. Im ersten Moment kamen mir tatsächlich die Tränen. Ich musste mich wirklich trauen. Das Gefühl war merkwürdig, aber gut, irgendwas löste sich in mir. Und plötzlich fühlte es sich extrem gut an. Ich packte eine Decke und ein paar Kaltgetränke ein und legte mich in den Park. Ruhig war es nicht, immerhin ist das hier Berlin. Aber es fühlte sich gut an und genoss den Trubel und hatte gleichzeitig meine eigene kleine Oase. Und ich tat, was ich schon tagelang vor mir her schob: ich füllte endlich den Selbstdiagnose-Fragebogen aus, den mein Therapeut mit mitgegeben hatte. Darin sollte ich meine Probleme und deren Ursache selbst analysieren und schon beim ersten Draufschauen, hatte gar keine Lust, mich damit zu beschäftigen. Aber an dem Nachmittag klappte es und es fühlte sich richtig gut an – befreiend. Ich lag danach noch ein wenig dösend im Gras und beobachtete das Treiben um mich herum. Später besuchte ich meine beste Freundin, wir tranken Erdbeerbowle und misteten gemeinsam ihren Kleiderschrank aus. Am Abend kam ich mit einem ganzen Stapel neuer Kleider glücklich nach Hause. Und was war los? Ich war voller Energie. Ich packte alle Pfandflaschen, die sich die letzten Wochen angesammelt hatten und ging um 21:00 Uhr noch einkaufen (Danke Berlin). Danach stellte ich noch die Waschmaschine an, erledigte tanzend die Wäsche und sank um kurz nach 22 Uhr erschöft und glücklich auf die Couch. Ich gönnte mir noch einen Cocktail und fiel um kurz vor Mitternacht ins Bett.

Am Sonntag erwachte ich gegen 11 und fühlte mich endlich wieder richtig fit und ausgeschlafen. Ich machte mich auf den Weg zum Sport und verabredete mich relativ spontan zum Picknick im Park. Ich war so positiv aufgeladen, fühlte mich gut und sexy. Was für ein Glück, dass ich ausgerechnet im dem Moment dem Kellner über den Weg lief. Mein Strahlen gefiel ihm und wir freuten uns beide über das unverhoffte Wiedersehen.

Beim Picknick schlemmte ich ohne schlechtes Gewissen, quatschte mit meinen Freunden über Gott und die Welt und natürlich auch über Sex. Danach war ich leicht angetrunken und als ich zu Hause saß, kam sie wieder die große Hornyness. Das mag jetzt leicht verzweifelt klingen, aber ich sehnte mich so sehr nach einem Mann zwischen meinen Beinen, dass ich einfach alle anschrieb, von denen ich hoffte, sie wären für ein spontanes Treffen bereit. Tatsächlich gab es einen, der bereit war und den ich auch noch besuchte, allerdings war er zu mehr als kurzem Chillen und quatschen nicht bereit. Danach war ich frustriert. Ich erhielt weitere Antworten…einige hätten sogar wirklich gewollt. Allerdings war es bereits ziemlich spät geworden. Damit minimierten sich Möglichkeiten für ein Treffen. (Der einzige, der tatsächlich Zeit und Möglichkeiten gehabt hätte, war der Kellner, der dummerweise erst am nächsten Tag auf sein Handy schaute. Pech gehabt!) Also blieb mir nur ein wenig Sextalk per WhatsApp, das Video des attraktiven Singles, meine Phantasie und natürlich mein geliebter Vibrator. Immerhin fand ich so für mich noch einen netten Abschluss des Abends. Horny war ich immer noch.

Meine Gedanken kreisten. Sie flogen hin zum nächsten Nachmittag, an dem ich Date mit Captain Silver haben sollte. Die Verabredung sollte im Park stattfinden. Ich malte mir aus, wie wir uns ein lauschiges Plätzchen zwischen den Bäumen im hohen Gras suchen. Wir schlürfen kalten Wein. Seine Hand berührt meinen Schenkel, streicht nach oben, sucht meinen feuchten, gierigen Schoß, verliert sich in meinem Höschen. Ich stöhne leise vor Lust. Weg mit dem Höschen… ich steige auf seinen Schoß und bewege mich langsam hin und her. Ich spüre seine Erregung durch die Hose. Weg mit der Hose… ich nehme ihn tief in mich auf, bewege mich, spüre wie er mich ausfüllt… Ekstase pur…
Endlich wird meine Lust entfesselt.

Nur eine schmutzige Fantasie, oder ist das wirklich passiert?
Ich schweige und genieße…

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